Überprüfung

Wie verhalte ich mich bei einer Überprüfung der Verlässlichkeit?

Etwa fünf Jahre nach Erstausstellung, und ab dann in diesem Takt, wird es bei Ihnen an der Tür klingeln.  Exekutivbeamte werden Ihnen entgegenblicken. Es ist Zeit für die Überprüfung der Verlässlichkeit. Damit diese anstandslos über die Bühne geht, hier einige Tipps.

• Da es sich um eine Amtshandlung handelt, haben Sie das Recht, die Identität der überprüfenden Beamten zu erfahren. Fragen Sie nach der Dienstnummer!

• Führen Sie die Beamten direkt zum Verwahrungsort. Wohnungsbesichtigungen sind hier unangebracht.

• Achten Sie auf herumliegende Gegenstände, die Ihre Verlässlichkeit in Zweifel rücken könnten. Zum Beispiel Alkoholflaschen oder Medikamentenpackungen.

• Die Beamten dürfen sich den Verwahrungsort von außen ansehen. Wenn Sie neben den Waffen andere Gegenstände innerhalb des Behältnisses lagern, bitten Sie die Beamten, sich während der Öffnung umzudrehen.

• Breiten Sie die zu überprüfenden Waffen zum Beispiel auf einem Tisch, in einem sicheren, entladenem Zustand, auf (Revolvertrommel ausgeschwenkt, Pistole mit offenem Verschluss). So zeigen Sie Verlässlichkeit, Sicherheitsbewusstsein und Fachkunde.

• Nach der Kontrolle fragen Sie sofort, ob es Beanstandungen gibt. Diese sollen Ihnen die Beamten sofort schriftlich darlegen.

Merke:
Mitbewohner dürfen unter keinen Umständen in der Lage sein, den Verwahrungsort zu öffnen, falls sie keine waffenrechtliche Berechtigung besitzen. Denken Sie an Ehepartner oder Kinder. Ein derartiges Ereignis zieht mit Sicherheit den Entzug der Verlässlichkeit und ein Waffenverbot nach sich.

Zusätzlich müssen Sie entweder einen Waffenführerschein, eine gültige Jagdkarte oder einen sonstigen Nachweis über den sachgemäßen Umgang mit Schusswaffen darlegen können. Auch Ergebnislisten von Schießwettbewerben werden oft anerkannt. Maximal sechs Monate alt!

Gesetzesstelle: § 25 WaffG